Informationen » Vorurteile

Vorurteile

Jeder der die Tagespresse liest, kennt die gängigen Vorurteile und Klischees, die über Corps, Landsmannschaften aber vor allen Dingen auch Burschenschaften in der Gesellschaft grassieren.

Mit Attributen wie Ausländerhass, Frauenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung oder notorischem Alkoholismus werden wir gerne in Verbindung gebracht.

Selbstverständlich können wir nicht für alle Burschenschaften in Deutschland, die Hand ins Feuer legen. Wir möchten diese Gelegenheit jedoch nicht ungenutzt lassen, um unsere Sicht der Dinge und unseren Umgang mit oben genannten Themen kurz zu beschreiben.

Ausländerhass

Obwohl die Burschenschafter in der Geschichte des 19. Jahrhunderts für eine Idee von Männern wie Fürst von Metternich verfolgt wurden, die dem heutigen europäischen Gedanken sehr nahe kommt, nämlich einem demokratisch liberalen vereinten Deutschen Reich, wird ihnen noch heute Ausländerhass und Antisemitismus nachgesagt.

Davon, dass dies auf die Darmstädter Burschenschaft Germania in keinster Weise zutrifft, kann sich jeder in persönlichen Gesprächen mit unseren Burschen und Alten Herren überzeugen. Ausländerfeindlichkeit oder anderweitiges Gedankengut, das mit der deutschen Verfassung nicht in Einklang zu bringen ist, wird in unserer Gemeinschaft nicht geduldet.

Auch die vielen nicht-deutschen Namen unserer ausländischen Mitglieder zeugen davon, dass bei uns JEDER willkommen ist, der charakterlich in unsere Gruppe passt.

Frauenfeindlichkeit

Obwohl es auch in Darmstadt Verbindungen gibt, die Frauen als Mitglieder aufnehmen, müssen wir zugeben, dass wir uns auch nach des Öfteren wiederkehrenden Diskussionen bisher nicht dazu entschlossen haben, weibliche Studentinnen in unseren Reihen aufzunehmen.

Uns das als Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, wäre allerdings mehr als falsch.

Auch wenn der Damenwelt die Mitgliedschaft in unserem Bund verwehrt ist, sind Frauen gerne als Gäste auf dem Gros unserer Veranstaltungen willkommen.

So gibt es wahrscheinlich auch keinen Bundesbruder, dessen Verwandte, Freundin oder Bekannte Schlechtes über die Gastfreundschaft unserer Verbindung zu berichten hätte.

Und ebenso wie unseren Mitgliedern, wird auch deren Kommilitoninnen die Nutzung unserer Räumlichkeiten zum Lernen und die eine oder andere „Nachhilfestunde“ durch ältere Semester zu Teil.

Gewaltverherrlichung

Wenn im Zusammenhang mit studentischen Verbindungen von Gewaltverherrlichung gesprochen wird, so ist damit meistens das studentische Fechten gemeint.

Zunächst einmal muss an dieser Stelle anerkannt werden, dass bei den so genannten Mensuren durchaus Blut fließen kann. Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung ist es dabei aber keineswegs erwünscht, sich eine Narbe einzufangen.

Im Gegenteil ist es sogar so, dass nur mit einer sehr umfangreichen Schutzkleidung und nach langem Training Partien geschlagen werden.

Des Weiteren muss zwischen pflicht-schlagenden, fakultativ-schlagenden, nicht-schlagenden und freischlagenden Verbindungen unterschieden werden, wobei die Darmstädter Burschenschaft Germania zu den freischlagenden Verbindungen zählt, d.h., dass es jedem Bundesbruder frei steht, dem studentischen Fechten nachzugehen. Allerdings müssen unsere Mitglieder daher an der Segelflugschulung teilnehmen, was bei der Germania auch schon zur Tradition gezählt werden kann. Zu diesem Zweck besitzt die Germania ein eigenes Segelflugzeug, mit dem mehrmals im Jahr kostenlose Segelflugkurse für die Mitglieder angeboten werden.

Notorischer Alkoholismus

Wie bei wahrscheinlich fast allen studentischen Feierlichkeiten und Partys, werden auch bei uns hin und wieder gerne Bier und andere alkoholische Getränke verzehrt. Wie viel jeder einzelne dabei allerdings trinkt, bleibt einzig und allein ihm selbst überlassen.

In gar keinem Fall ist es so, dass Bundesbrüder zum „Saufen“ gezwungen werden. Viel eher ist es sogar so, dass innerhalb der Gemeinschaft strengstens darauf geachtet wird, dass eine Teilnahme am Straßenverkehr nach unseren Veranstaltungen auch nur in fahrtüchtigem Zustand stattfindet.